Ein immer wiederkehrendes Motiv meiner Arbeit ist das Medium Radio, welches genauso wie der Klang ein
ständiges Werden repräsentiert. Es existiert nur als Gegenwart. Und da Klang immer vom Raum geprägt ist,
in dem er ertönt, ist diese Beziehung immer wieder Thema der Installationen und Performances.
Ich arbeite oft mit gefundenen und weggeworfenen Materialien sowie vergleichsweise alten Medien wie
Tonband, analoges Telefon und Radio. Einerseits interessiert mich die Reflexion der Funktionsweisen
moderner Medien durch die Verknüpfung althergebrachter Kommunikationstechnologien. Andererseits
wirft das „ausgedienten Objekten neues Leben einhauchen“ gesellschaftliche Fragen auf, die das Weg-
werfen und die kreative Zweckentfremdung thematisieren. Ein spielerischer Ansatz zeichnet meine
Arbeiten aus. Und ich bediene mich Prinzipien wie Détournement und Bricolage der Situationisten und
des Fluxus. Darüber hinaus sind Lehre bzw. Vermittlung ein integraler Bestandteil meiner künstlerischen
Arbeit, denn durch die Beschäftigung mit Klangkunst werden idealerweise die gleichen Prozesse angestoßen,
wie sie während der Rezeption von Klangkunst passieren. Es geschieht eine Sensibilisierung der Wahr-
nehmung der Studierenden und Workshopteilnehmerinnen für ihre akustische Umwelt.